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Chronik -
Entwicklung der Plassenburg Kelterei


Am 9. Juli 1951 gründeten 65 Obstbauern und Obsterzeuger im Gasthof Limmer in Melkendorf/Kulmbach die Obstverkaufs- und Obstverwertungsgenossenschaft Kulmbach eG mit beschränkter Haftung. Um ihr Obst besser erfassen, verkaufen und verwerten zu können hatten sie sich zusammen gefunden und diesen Schritt gewagt.



Im Herbst 1952 wurde zum ersten mal gekeltert und frisch gepreßter Apfelsaft abgefüllt. 
Befürworter und Koordinator für die Genossenschaft war der damalige Kulmbacher Landrat Theo Heublein aus Trebgast. Durch sein starkes persönliches Engagement und Initiative kam dann auch letztlich diese Genossenschaft zustande. Es war sein Verdienst - ihm gehört das Lob - die Genossenschaftskelterei war sein großes Hobby. Beratend an seiner Seite der Kreisfachberater Paul Späth, sowie Verwaltungsfachmann Bertram Lochner vom Landratsamt.




 

Gründungsvorstände



   1. Landrat Theo Heublein aus Trebgast


   2. Landwirt Georg Kolb aus Dörnhof, Kulmbach


   3. Landwirt Wilhelm Schmidt aus Hegnabrunn

   
4. Landwirt Simon Herold aus Lindenberg

   
5. Landwirt Hans Gewinner aus Ködnitz

 




Zu ihrem AR Vors. wählten die 65 Mitglieder Herrn Hans Stübinger aus Unterkodach. Er blieb dies bis 1975. Zum 1. Geschäftsführer bestellte man Herrn Walter Doll von 1952 bis - 1960. Erste kaufmännische Kraft war Herr Josef Kühn.



Unterhalb der Plassenburg in Kulmbach wurde das Gebäude Festungsberg 2a käuflich erworben. Die Stollen im Festungsberg dienten als Lagerraum für Tanks und Ballons.



Am 10. Juli 1954 wurde dann mit Eintrag im Genossenschaftsregister im Bundesanzeiger die Firma umbenannt: sie lautete nun mehr Plassenburg Obstverwertung eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Sitz Kulmbach.



Eine stetige Aufwärtsentwicklung trug dazu bei, daß die Räumlichkeiten bald zu klein wurden. Es konnte kein normaler Betriebsablauf, vor allem während der Erntezeit (Juli - Oktober) gewährleistet werden. Der Kundenkreis wurde von der Lohnkelterung auf Groß- und Einzelhandelskunden ausgedehnt. In Kulmbach war es nicht möglich ein geeignetes Grundstück zu finden.



Daher entschloß man sich im Jahre 1957/58 eine stillgelegte und schon längere Zeit leerstehende Fleischfabrik in Bad Berneck zu kaufen und als Kelterei umzubauen. Gegenüber den sehr kleinen und engen Verhältnissen in Kulmbach ein großer Fortschritt.



1963/64 wurde die 0V-Pegnitz (Obstverwertung) mit ca. 350 Mitgliedern übernommen und als Sammelstelle ausgebaut. 1967 wird in Bad Berneck ein neuer Tankkeller mit Rampenüberdachung gebaut. Am 27.2.1971 ist Landrat a.D. Theo Heublein aus Altersgründen als Vorstandsvorsitzender ausgeschieden. Er wird von der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Vorstandsvorsitzende



   Theo Heublein 09.07.1951 - 27.02.1971


   Dr. Gerhard Brückner 28.02.71 - 13.12.1975


   Leo Bosch 14.12.1975 - 30.03.1979 seit GV 1960 im AR


   Gustav Bauernfeind 31.03.1979 - 30.01.1988


   Rudolf Herold 31.01 .1988 - 30.01.1999


   Gerhard Weisath 31.01.99 - 27.01.2007


   Friedrich Rösch 27.01.2007 bis heute




 

Aufsichtsratsvorsitzende



   Hans Stübinger 09.07.1951 - 12.12.1975


   Albrecht Täuber 13.12.1975 - 31.01.2004


   Werner Kauper 31.01.2004 - 01.07.2011


   Uwe Täuber 01.07.2011 - 11.02.2012

   Herbert Hubmann 11.02.2012 bis heute

 




1994/95 zog sich die Deutsche Bundesbahn aus Bad Berneck zurück. Dadurch konnte von der Bahn AG 3500 qm Grund erworben werden. Auf dieses Grundstück konnte man dann eine sehr notwendige Lagerhalle bauen. 60 m lang und 15 m breit.



Davon sind 1/3 (300 qm) für Tankraum unterkellert und 2/3 (600 qm) ebenerdig als Fertigwarenlager. Durch diesen Neubau konnte der Lagerraum für frischgepressten Apfelsaft auf heute 1,8 Mio Liter Tankraum erweitert werden.



Es ist aber gut, dass Fruchtsäfte seit Jahren schon beim Verbraucher sehr gerne angenommen werden und sich eine steigende Tendenz abzeichnet. Das Gesundheitsbewußtsein der Menschen hat dazu beigetragen, daß der Umsatz an fruchtig-Flüssigem von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Lag der Pro-Kopf Verbrauch der Deutschen im Gründungsjahr 1951 bei 2 Liter im Jahr, 1960 bei 8 Liter im Jahr, waren es im Jahr 2000 bereits 42 Liter. Eine gewaltige Steigerung.



Heutzutage sind Fruchtsäfte aus einer gesunden modernen Ernährung nicht mehr wegzudenken. Sie sind ausgewogene Energiespender mit natürlichen Vitaminen und Spurenelementen.



Die Basis für unseren 2 Mio Euro Umsatz, erarbeitet von 20 Mitarbeitern, sind die heimischen Obstbauern und Kleingärtner. Das Mittelgebirgsklima ist geradezu ideal für das Wachstum von Mostäpfeln. An vielen Sammelstellen in ganz Nordbayern werden die Äpfel zur Lohnkelterung und zum Ankauf von unseren Mitgliedern abgegeben und zu hochwertigem Apfelsaft verarbeitet.